Fallendes Laub lässt die Erde schneller drehen


Der Herbst zaubert nicht nur leuchtend bunte Farben in die Wälder: Herunterfallende Blätter sind auch der Grund dafür, dass die Erde schneller als sonst rotiert. Der Effekt ist zwar nicht besonders groß, aber messbar. Forscher erklären das Phänomen mit dem Satz der Drehimpulserhaltung.

Norbert Lossau | WELT

Im herbst werden die Blätter rot, gelb, braun – bis sie schließlich zu Boden fallen. Auch ohne aus dem Fenster zu schauen, können Wissenschaftler des Bundesamtes für Kartografie und Geodäsie der Technischen Universität München dies in ihrem Labor beobachten.

Sie verfügen über einen zehn Tonnen schweren ringförmigen Laser, mit dessen Hilfe sie die Rotation der Erde präzise vermessen können. Und wenn die Blätter im Herbst zu Boden fallen, verändert dies die Drehgeschwindigkeit der Erde. Sie rotiert im Winter schneller.

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