NRW will mit Künstlicher Intelligenz in Gefängnissen Suizide verhindern


Ereignisgesteuerte Videoüberwachung soll in nordrhein-westfälischen Gefängnissen helfen, Insassen davon abzuhalten, ihr Leben selbst zu beenden.

Andreas Wilkens | heise online

Künstliche Intelligenz soll künftig in den Haftanstalten Nordrhein-Westfalens helfen, Suizidversuche früher zu erkennen und zu verhindern. Dazu werde das Land ein bundesweit einmaliges Forschungsvorhaben aufnehmen, kündigte NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU) an. Es soll eine ereignisgesteuerte Videoüberwachung entwickelt werden, die suizidale Handlungsmuster frühzeitig erkennt und für gefährdete Häftlinge treffsicher eingesetzt werden kann. Peter Biesenbach argumentierte, „jeder Suizid ist eine Tragödie. Wir wollen jede Möglichkeit nutzen, Menschenleben zu retten“.

Software aus Chemnitz

Den Zuschlag zur Entwicklung der Software habe nach einer europaweiten Ausschreibung das Chemnitzer Unternehmen FusionSystems erhalten. Dort werde ein Versuchsraum aufgebaut, der die Bedingungen eines typischen Haftraums erfülle. Die dort gewonnenen Erkenntnisse würden durch zusätzliche Tests in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Düsseldorf im Realbetrieb abgesichert, erklärte Biesenbach.

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