Neue Risse im Pine-Island-Gletscher


Schlechte Vorzeichen: In einem der größten Gletscher der Antarktis haben sich erneut zwei große Risse gebildet. Sie reichen quer über die Gletscherzunge und könnten damit einen neuen Eisabbruch ankündigen – die Bildung eines großen Eisbergs. Der Pine-Island-Gletscher könnte damit schon im dritten Jahr in Folge ein großes Kalben erleben – die Abstände solcher Eisabbrüche scheinen sich immer mehr zu verkürzen.

scinexx

Diese Satellitenaufnahme zeigt die beiden sich quer über die Gletscherzunge des Pine-Island-Gletschers ziehenden Risse. © ESA

Der 250 Kilometer lange Pine-Island-Gletscher ist einer der größten Eisströme der Antarktis. Doch in den letzten Jahren hat sich der Eisabfluss dieses Gletschers stark beschleunigt – seine Fließgeschwindigkeit liegt inzwischen bei rund zehn Metern pro Tag. Hinzu kommt, dass die rund 500 Meter dicke, in die Amundsensee mündende Gletscherzunge stetig dünner wird. Erst im letzten Jahr kalbte der Gletscher zudem nach Bildung eines großen Risses einen Eisberg von knapp 300 Quadratkilometern Größe.

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Wachstum der beiden Risse im Pine-Island-Gletscher, aufgenommen von Sentinel-1.© ESA