Bundespräsident kritisiert Gesprächsverweigerung im Fall Lucke


Nach den jüngsten Vorfällen in Hamburg und Göttingen ist die Debatte um die Meinungsfreiheit in Deutschland neu entfacht. Repräsentanten aus Politik und Kirchen kritisieren aggressive Einschüchterungsversuche und fordern offene Auseinandersetzungen.

evangelisch.de

Angesichts der Verhinderung einer Vorlesung von Bernd Lucke und einer Lesung des CDU-Politikers Thomas de Maizière hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eine respektvolle Diskussionskultur angemahnt. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) warnte im „Spiegel“ vor Gefahren für die Meinungsfreiheit und einer Verengung des politisches Diskurses. Universitäten müssten die Ausübung der Freiheiten von Wissenschaft und Lehre garantieren, unterstrich sie.

Steinmeier sagte bei einer Veranstaltung am Freitag in Berlin, das offene Ohr, das beherzte Wort, die schonungslos ehrliche, aber auch respektvolle Auseinandersetzung seien Tugenden, die das Land heute dringend brauche. Was nicht gebraucht werde, „sind aggressive Gesprächsverweigerung, Einschüchterung und Angriffe“, sagte der Bundespräsident. Dies gelte für Politiker, aber auch für „umstrittene Professoren“.

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