Migranten auf Malta bekommen kein Essen mehr


Nach einem Aufstand im Migranten-Camp stellt Malta die Essensausgabe ein. Flüchtlinge ohne Papiere dürfen nicht mehr rein. Griechen bewerfen Busse mit Steinen.

Annette Kögel | DER TAGESSPIEGEL

Autos in Flammen. Im offenen Migrantenlager Hal Far auf Malta gab es Ausschreitungen. Andere Bewohner beschützten die Mitarbeiter.Foto: REUTERS/Darrin Zammit Lupi

Nach den gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Migranten und Polizisten in einem Flüchtlingslager auf Malta haben die Behörden drastische Konsequenzen gezogen. Die Versorgung der Bewohner mit Essensrationen ist seit drei Tagen eingestellt worden, zudem gibt es keine Unterstützung in rechtlichen und medizinischen Fragen mehr, die Versorgung ruht. Seit dem Ausbruch am Sonntag würden in dem Zentrum im Süden der Insel keine Nahrungsmittel mehr ausgegeben, meldet die Tageszeitung „Times of Malta “ in ihrer Internetausgabe.

Papiere beim Feuer verbrannt? Kein Einlass mehr

Flüchtlinge und Migranten sind nun darauf angewiesen, sich mit einem Tagessatz von maximal 4,66 Euro selbst zu versorgen. Dies sei insbesondere für Minderjährige schwierig, da sie nicht arbeiten und Geld dazu verdienen dürften, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Bewohner. Zudem erhalten Flüchtlinge, deren Papiere bei den Ausschreitungen verbrannt sind, keinen Zugang zum Lager mehr. Wo sie jetzt leben und schlafen, ist unklar.

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