Frühe „Monstergalaxie“ aufgespürt


Kosmischer „Yeti“: Astronomen könnten ein lang gesuchtes Bindeglied der kosmischen Evolution entdeckt haben – eine frühe Riesengalaxie. Die 12,5 Milliarden Lichtjahre entfernte Galaxie hat eine hundertfach höhere Sternbildungsrate als die Milchstraße. Sie könnte damit ein Vorläufer der ersten Massegiganten des Kosmos gewesen sein. Gleichzeitig ist sie so stark von Staub verhüllt, dass erst die ALMA-Teleskope sie aufspüren konnten.

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Von Staub verhüllt, aber extrem massereich und aktiv: So könnte die jetzt entdeckte „Monstergalaxie“ aus dem frühen Kosmos aussehen. © James Josephides/Swinburne Astronomy Productions, Christina Williams/University of Arizona, Ivo Labbe/Swinburne

In den letzten Jahren haben Astronomen immer wieder verblüffend massereiche Galaxien, Quasare und Galaxienhaufen aus dem frühen Kosmos entdeckt. Obwohl diese Sternansammlungen wenige hundert Millionen Jahre nach dem Urknall entstanden, waren sie schon echte Massegiganten. Das Seltsame nur: Direkte Vorläufer dieser frühen Riesen konnten die Astronomen bisher nicht finden. Die wenigen bisher bekannten Kandidaten wachsen nicht schnell genug, um die Entstehung der extrem massereichen Gebilde erklären zu können.

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