Nordirland: Bangen um das Geld aus Brüssel


Das künftige Grenzregime auf der Insel ist nur eine der Sorgen, die die Nordiren mit dem Brexit verbinden. Viele fürchten auch den Wegfall der Subventionen und den Verlust von Arbeitsplätzen.

Imke Köhler | tagesschau.de

So klein wie Nordirland auch ist mit seinen knapp 1,9 Millionen Einwohnern – im  Brexit-Streit spielt dieser Landesteil eine ganz entscheidende Rolle. Und im Unterhaus verschafft er sich entsprechend Gehör. Noch in dieser Woche verlangte der Abgeordnete Sammy Wilson von der Democratic Unionist Party (DUP) im Unterhaus, dass Nordirland die EU „unter den gleichen Bedingungen“ wie die anderen Landesteile verlässt – „da wir Teil des Vereinigten Königreichs sind“.

Grundsätzlich will die DUP den Brexit, aber eine Zollgrenze in der Irischen See, also zwischen Großbritannien und Nordirland, hält sie für inakzeptabel. Die würde es allerdings geben, wenn es der britischen Regierung in einer Übergangsphase nach dem Brexit nicht gelingt, ein neues Handelsabkommen mit der EU abzuschließen.

Es herrscht daher große Unzufriedenheit mit dem Deal von Boris Johnson. Dieser verhindere zwar eine reguläre Grenze zwischen Nordirland und der Republik Irland. Aber, so Wilson: „Er hat eine Zoll- und Wirtschaftsgrenze errichtet zwischen dem Land, zu dem wir gehören und der Wirtschaft, von der wir abhängig sind.“

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