Priesterweihe Verheirateter – in Ausnahmefällen


Es klingt revolutionär: Bischöfe empfehlen dem Papst, Verheiratete zur Priesterweihe zuzulassen. Doch es geht um einen speziellen Fall – die Amazonasregion, wo der Priestermangel besonders groß ist.

Tilmann Kleinjung | tagesschau.de

In der katholischen Kirche sollen auch verheiratete Männer Priester werden können. Das empfiehlt die Bischofssynode in Rom in ihrem Abschlussdokument. Der entsprechende Paragraph wurde am Nachmittag mit der notwendigen Zwei-Drittel-Mehrheit angenommen. Allerdings soll diese Ausnahme nur für die Amazonasregion gelten,wo der Priestermangel besonders groß ist.

Manchmal dauere es nicht nur Monate, sondern Jahre, bis ein Priester in einer Gemeinde Messe feiern könne, heißt es in dem Text. Deshalb empfiehlt die Synode, Kriterien festzulegen, damit auch solche Männer zu Priestern geweiht werden können, die eine Familie haben. Voraussetzungen seien eine „angemessene Ausbildung“, die „Anerkennung durch die Gemeinschaft“ und dass die Männer bereits zu ständigen Diakonen geweiht wurden, die heute schon verheiratet sein können.

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