Thüringen: Gottesbezug in der Verfassung, Religionsunterricht und Moscheebauten


Am Sonntag wird in Thüringen ein neuer Landtag gewählt. Und immerhin knapp ein Drittel der Thüringer sind Christen. Doch inwieweit Kirche und Religion in den Parteiprogrammen eine Rolle spielen, variiert zum Teil deutlich.

Gregor Krumpholz | katholisch.de

Am kommenden Sonntag wählen die Thüringer einen neuen Landtag. Umfragen zufolge dürfte die Koalitionsbildung sehr schwierig werden. Nicht zuletzt, weil die drei mit Abstand stärksten Kräfte der Landespolitik miteinander unverträglich sind: Linke, CDU und die AfD mit Björn Höcke an der Spitze. Ob die bisherige rot-rot-grüne Koalition genügend Stimmen für ein „Update“ bekommt, ist fraglich.

Rund 28 Prozent der Thüringer gehören einer christlichen Kirche an. Blickt man in die Parteiprogrammen zur Landtagswahl schlägt sich dies – wie auch in anderen Bundesländern – indes höchst unterschiedlich nieder. „Gesellschaftliches Engagement der Kirchen sollte gefördert werden“, erklärt die Linkspartei in ihrem Programm, „allerdings in gleichem Maße wie bei anderen sozialen und gesellschaftlichen Organisationen“. Die Partei, die mit dem bekennenden Protestanten Bodo Ramelow den Ministerpräsident stellt, tritt zugleich „für die institutionelle Trennung von Staat und Kirche“ ein und betont: „Wir sind gegen die eingeschränkten Arbeitnehmerrechte in kirchlichen Einrichtungen und fordern die Ablösung der Staatsleistungen an die Kirchen.“ Außerdem möchten die Linken laut Programm den Gottesbezug aus der Präambel der Landesverfassung streichen. Den Religionsunterricht an den staatlichen Schulen will sie „als Wahlpflichtfach abschaffen und als freiwillige Ergänzung nach der regulären Unterrichtszeit anbieten“.

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