Treffen von Cavusoglu und Maas: Eine Abfuhr aus Ankara


Der türkische Außenminister bezeichnet den Vorschlag Kramp-Karrenbauers für eine Sicherheitszone in Nordsyrien als unrealistisch – und Heiko Maas springt ihm bei.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz haben sich der türkische und der deutsche Außenminister vom Vorschlag der deutschen Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) für eine von UN-Truppen geschützte Sicherheitszone in Nordsyrien distanziert. Die Idee sei nicht mehr realistisch, sagte Mevlüt Cavusoglu am Samstag in Ankara. Zunächst einmal müsse man sich in Deutschland untereinander einigen, fügte er hinzu, es gebe da ja unterschiedliche Meinungen.

Maas und die SPD hatten sich zunächst nicht hinter den Vorschlag gestellt, den Kramp-Karrenbauer Anfang der Woche ohne vorherige Absprache im Kabinett vorgeschlagen hatte. Nun distanzierte er sich noch einmal von dem Plan. „Überall wird uns gesagt, das sei kein realistischer Vorschlag“, sagte Maas nach seinem Treffen mit Cavusoglu. In dem Gespräch habe der Vorschlag daher auch nur wenig Zeit in Anspruch genommen.

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