Wenn er duscht schauen die Geister weg – Voggenhuber im Gymnasium


Ein Luzerner Gymnasium hat den umstrittenen Esoteriker Pascal Voggenhuber eingeladen. Er behauptet, er könne mit Toten sprechen.

Nadja Pastega | Tages Anzeiger

Wenn die Katholiken nächste Woche an Allerseelen ihrer Verstorbenen gedenken haben die Schüler des Luzerner Gymnasiums Musegg ihre Geisterstunde schon hinter sich. Am 26. September kündigte das ­Medium Pascal Voggenhuber auf Facebook und Instagram an, dass ihn die Kantonsschule für ein Referat eingeladen habe. «Ich darf dort meine Arbeit vorstellen», teilte Voggenhuber mit. «Das ­mache ich schon einige Jahre. Es ist immer wieder spannend, wie offen junge Menschen für eine bodenständige Spiritualität sind.»

Tatsächlich ist Voggenhuber ein häufiger Gast des Gymnasiums. In den vergangenen zehn Jahren sei er sechsmal im Rahmen der Sonderwoche «Naturwissen­schaften und Grenzwissenschaften» aufgetreten, sagt Rektorin Franziska Schärer.

Dabei würden sich die Schüler mit den Naturwissenschaften und ihren Grenzen auseinandersetzen, «um festzustellen, dass nicht alle Bereiche in unserem ­Leben wissenschaftlich erklärt ­werden können», sagt Schärer. Für seine Dienste im Physikunterricht erhält der Esoteriker laut Schärer «wie alle externen Referenten ein vom Kanton Luzern für solche Anlässe vorgesehenes Honorar».

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