Kieselalge wird zum Plastikfresser


Gegen den Plastikmüll: Eine Kieselalge könnte künftig dabei helfen, Mikroplastik und PET-Kunststoffe im Ozean abzubauen. Denn im Experiment ist es Forschern gelungen, dieser Algenart das Gen für ein plastikabbauendes Enzym einzuschleusen. Dadurch konnten diese Kieselalgen im Salzwasser schwimmende PET-Reste abbauen und das Enzym auch ins Wasser abgeben. Dies eröffnet die Chance zu einem biobasierten Reinigen der Meere.

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Die Kieselalge Phaeodactylum tricornutum kann PET-Plastik abbauen, wenn ihr ein entsprechendes Enzymgen eingeschleust wird. © Alessandra de Martino, Chris Bowler (Stazione Zoologica, Ecole Normale Superieure)/ PLOS ONE

Mehr als 100 Millionen Tonnen Plastikmüll schwimmen inzwischen in unseren Ozeanen – und täglich werden es mehr. Auch Flüsse, Seen, Böden, unsere Lebensmittel und sogar wir selbst sind mit Mikroplastik kontaminiert. Weltweit suchen Forscher daher nach Mitteln gegen die Plastikflut. Doch das ist nicht einfach, denn Kunststoffe sind sehr beständig und werden kaum biologisch abgebaut.

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