Neue Form des Chaos nachgewiesen


Chaos neuen Typs: Physiker haben erstmals eine neue Form des Chaos im Experiment nachgewiesen. Dabei handelt es sich um über chaotische Schwingungen verbundene Plateaus in Laserlicht, die durch spezielle Formen der zeitversetzten Rückkopplung auftreten. Das Interessante daran: Dieses laminare Chaos ist relativ robust gegenüber Störungen und könnte daher in der Kommunikationstechnik, Kryptographie und Datenverarbeitung genutzt werden.

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Statt der typischen hochfrequenten Oszillationen der Laserlicht-Intensität (oben) haben Physiker nun eine neue Form des Chaos erzeugt – das durch Plateaus gekennzeichnete laminare Chaos. © Radons et al. /Universität Chemnitz

Im Alltag benutzen wir den Begriff Chaos meist, um unberechenbare, unregelmäßige und wirre Strukturen oder Abläufe zu beschreiben. In der Physik jedoch spricht man dann von einem Chaos oder chaotischen System, wenn dieses zwar klaren Gesetzen folgt, aber schon durch kleinste Störungen oder Einflüsse in ein ganz anderes Verhalten wechseln kann. Diese Sensibilität macht solche Systeme unberechenbar – ein klassisches Beispiel dafür ist der berühmte Flügelschlag eines Schmetterlings, der weit entfernt einen Sturm auslösen kann.

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