Küsten stärker gefährdet als gedacht


Gefahr unterschätzt: Der steigende Meeresspiegel könnte dreimal mehr Menschen weltweit bedrohen als bislang angenommen, wie korrigierte Höhenmodelle enthüllen. Demnach leben schon jetzt 250 Millionen Küstenbewohner weniger als einen Meter über der Hochwasserlinie. Doch selbst beim Einhalten des Zwei-Grad-Klimaziels könnte die Zahl der Flutgefährdeten bis 2100 auf 360 Millionen steigen, so die Forscher im Fachmagazin „Nature Communications“. In einigen Ländern wäre sogar knapp ein Viertel der Bevölkerung betroffen.

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Weit mehr Küstengebiete als gedacht könnten schon bei gemäßigtem Klimawandel von Überflutungen und Sturmfluten betroffen sein. © underworld11/ iStock

Der Klimawandel treibt den Meeresspiegel immer schneller in die Höhe. Sowohl die thermische Ausdehnung des Wassers als auch der Zustrom von Schmelzwasser ließen die Pegel allein im 20. Jahrhundert um rund 15 Zentimeter ansteigen und jedes Jahr kommen gut drei Millimeter hinzu. Schon jetzt erleben flache Küstengebiete immer häufiger Überflutungen, viele Südsee-Inseln könnten dadurch schon in 15 Jahren unbewohnbar sein. Aber auch Teile der US-Ostküste mitsamt ihrer Kulturerbe-Stätten sind akut bedroht.

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