Wofür Geld zum Fenster hinausgeworfen wird


Der Steuerzahlerbund hat sein Schwarzbuch vorgestellt: 70.000 Euro für einen morschen Baum, fünf Millionen für ein leeres Schloss und andere kuriose Fälle.

Thorsten Mumme | DER TAGESSPIEGEL

Es ist ein immer wiederkehrendes Spiel: Jedes Jahr prangert der Bund der Steuerzahler in seinem sogenannten Schwarzbuch die aus seiner Sicht größten Steuerverschwendungen in Deutschland an. Auch in diesem Jahr haben es wieder zahlreiche große und kleine Projekte in die Rangliste des Interessensverbandes geschafft. Und auch Berlin darf in einem solchen Ranking natürlich nicht fehlen. Hier sind die kuriosesten Beispiele aus dem am Dienstag vorgestellten Schwarzbuch:

Das Schwarzbuch «Die öffentliche Verschwendung» 2019/20 liegt auf einem Tisch.Foto: Sina Schuldt/dpa

Ein teures Gästehaus

Seit 2007 nutzt die Bundesregierung das Schloss Meseberg nördlich von Berlin als Gästehaus. Insgesamt kostet das den Steuerzahler pro Jahr rund fünf Millionen Euro an Unterhalt, heißt es im Schwarzbuch. Doch wofür? Insgesamt wurde das Anwesen laut Steuerzahlerbund seit 2015 im Schnitt genau acht Mal pro Jahr genutzt. Es waren demnach 36 Veranstaltungen an 32 Tagen. Die Autoren fordern daher ein Konzept, wie das Gästehaus künftig häufiger genutzt werden könne.

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