Antisemitismus-Beauftragter: „Judensau“ gehört ins Museum


Während bundesweit zunehmender Antisemitismus beklagt wird, gerät die Schmähplastik an der Wittenberger Stadtkirche erneut in die öffentliche Diskussion. Die Gemeinde setzt sich für eine Weiterentwicklung des Gedenkortes am Originalplatz ein.

evangelisch.de

Bild: Peter Laskowski/FB

Die Diskussion um das umstrittene „Judensau“-Relief an der Fassade der Wittenberger Stadtkirche geht weiter. Am Mittwoch plädierte der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, dafür, die Schmähplastik zu entfernen. Die Stadtkirchengemeinde sieht sich indes als „Erbin eines schwierigen Erbes, das nicht entsorgt werden soll, sondern als ein Geschichtszeugnis an Geschichte erinnern und über Geschichte aufklären soll“. Stadtkirchenpfarrer Johannes Block sagte, er setze sich für eine Weiterentwicklung dieser „Stätte der Mahnung“ ein, die durch „eine künstlerisch zu gestaltende Wegmarke der Versöhnung“ ergänzt werden sollte.

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