Urteil: Arbeitsverträge von Kirchenbeschäftigten fehlerhaft


Das Bundesarbeitsgericht (BAG) beanstandet die üblichen Arbeitsverträge der beiden großen Kirchen in Deutschland: Kirchliche Arbeitgeber informieren nach einem höchstrichterlichen Urteil ihre Beschäftigten oft fehlerhaft über sogenannte „Verfallsklauseln“ – etwa darüber, in welcher Frist die Beschäftigten nachträglich einen höheren Lohn als vereinbart nachfordern können.

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Wie das BAG am Mittwoch urteilte, müssen die Beschäftigten schriftlich konkret über diese sogenannten Ausschlussfristen aufgeklärt werden. (AZ: 6 AZR 465/18)

Es reiche nicht aus, im Arbeitsvertrag lediglich auf die kirchlichen Arbeitsrechtsregelungen Bezug zu nehmen, wenn diese entsprechende Verfallsfristen enthalten. Wie viele der über eine Million Beschäftigten bei den Kirchen und ihren Sozialunternehmen von dem Urteil betroffen sind, ist unklar.

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