EKD-Cheftheologe Thies Gundlach stellt regelmäßige Sonntags-Gottesdienste in Frage


EKD-Cheftheologe Thies Gundlach hält nichts davon, auf Biegen und Brechen am Sonntagsgottesdienst festzuhalten.

Deutschlandfunk

Der Sonntagsgottesdienst sei eine zentrale Veranstaltung, aber nicht die einzige zentrale Veranstaltung, sagte er für einen Beitrag des Deutschlandfunk. Man müsse das in großer evangelischer Freiheit vor Ort reflektieren. Man könne den Kollegen nicht sagen: „Ihr müsst unbedingt jeden Sonntag Gottesdienst machen, egal ob jemand kommt.“ Das ist eine Ideologie, die er nicht teilen könne, führte der Leiter der Hauptabteilung „Kirchliche Handlungsfelder und Bildung“ aus. Wolle man die große Mehrheit der Kirchensteuerzahler erreichen, vielleicht sogar neue Menschen missionieren, müssten sich Pfarrer und Pastoren etwas anderes einfallen lassen.

Die Kirchen beklagen seit Jahren immer weniger Gottesdienstbesucher. Schätzungen zufolge gehen gerade einmal drei bis vier Prozent aller Mitglieder der evangelischen Kirche in den Sonntagsgottesdienst.