Kurdische Kräfte lehnen vorerst eine Integration in Asads Armee ab


Nach dem Abzug der US-Truppen aus Nordsyrien hat die Türkei weitere Gebiete erobert. Zudem haben das Asad-Regime und Russland ihre Präsenz verstärken können. Die bewaffneten Kurden haben sich laut Russland indes aus der Pufferzone zurückgezogen.

Beat Bumbacher, Christian Weisflog | Neue Zürcher Zeitung

Die neuesten Entwicklungen

  • Die kurdischen Kräfte lehnen vorerst eine Integration in die syrische Armee und Polizei ab. Einem Zusammenschluss müsse eine «politische Vereinbarung» vorausgehen, die «den speziellen Status und die Struktur der SDF anerkennt und erhält», erklärten die kurdisch dominierten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) am Mittwoch. Auch sei eine Reform des syrischen Militärs notwendig. Zuvor hatte die Regierung in Damaskus die Angehörigen der SDF und der kurdischen Polizeikräfte Asayish aufgerufen, sich der Armee und Polizei anzuschliessen.
  • Erstmals seit drei Wochen sind die amerikanischen Streitkräfte nahe der türkischen Grenze in Nordsyrien auf Patrouille gegangen. Fünf gepanzerte Fahrzeuge mit amerikanischer Flagge patrouillierten am Donnerstag im türkisch-syrischen Grenzgebiet nahe dem Dorf Kahtanijah östlich von Kamishli. Das berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP. In dem Grenzgebiet sollen eigentlich am Freitag gemeinsame russisch-türkische Patrouillen beginnen, um den Abzug der kurdischen Kräfte zu überprüfen. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte mit, die amerikanischen Truppen wollten in einem östlichen Bereich der Grenze präsent bleiben.

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