Vampire sind treue „Blutsfreunde“


Skurril, ein wenig gruselig und offenbar erstaunlich sozial: Vampirfledermäuse knüpfen ausgesprochen beständige Freundschaften, zeigt eine Studie. Die persönlichen Beziehungen, bei denen die Tiere untereinander „blutige“ Nahrung austauschen, halten demnach auch starken Veränderungen der Lebensumstände stand: Freundschaften, die sie in Gefangenschaft aufgebaut haben, halten sie weiterhin aufrecht, nachdem sie in die Freiheit entlassen wurden.

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Forscher haben Vampirfledermäuse mit kleinen Näherungssensoren ausgerüstet. (Bild: Sherri ad Brock Fenton)

Sie haben so manche Gruselgeschichte inspiriert: Die in den warmen Regionen Amerikas beheimateten Vampirfledermäuse (Desmodus rotundus) sind für ihre buchstäblich blutrünstige Ernährungsweise berüchtigt. Nachts landen die Flattertiere heimlich auf Kühen und anderen Opfern und lassen sie dann zur Ader: Mit ihren scharfen Zähnen ritzen sie ein Stück der Haut an und lecken dann das austretende Blut auf. Wenn sie 20 bis 30 Milliliter des Körpersaftes aufgenommen haben, kehren die nur bis zu 50 Gramm schweren Fledermäuse in ihre Quartiere zurück, um zu verdauen. Oft handelt es sich dabei um hohle Bäume, die Kolonien von bis zu mehreren Hundert Tieren beherbergen.

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