Energiewende – Argumente jenseits des Klimawandels


Genug gute Gründe für eine qualifizierte Energiewende machen die ohnehin sinnlose Debatte um eine menschengemachte Klimaerwärmung weitestgehend überflüssig

Timm Herbst | TELEPOLIS

Vorbemerkung: alle yt-videos sind direkt an die entsprechende Stelle des dargelegten Sachaspektes verlinkt – das Ansehen eines stundenlangen Vortrages ist also nicht erforderlich.

1. Einführung

Die Beweise sind erschlagend, dass Ölkonzerne & Kohleindustrie schon seit mehreren Jahrzehnten um die Auswirkungen der Verbrennung fossiler Energieträger wussten. Weil eine konsequente Energiewende hin zu Erneuerbaren Energien (EE) deren Geschäftsmodell konterkariert wurden mittlerweile rund 500 Millionen Dollar in Lobby-Organisationen und Maulhuren gepumpt, um wider besseren Wissens den menschengemachten Klimawandel zu vertuschen, zu leugnen, Zweifel zu säen und sich gerechter Schadensersatzklagen zu entziehen.

Nun stehen sich zwei Seiten gegenüber – wobei sich aus bitterer Erfahrung keine von der anderen überzeugen lässt – egal wie sachlich die Diskussion auch geführt wird. Daher „sinnlos“. So weit, so schlecht. Die gute Nachricht ist: Im Grunde ist diese leidige Klimawandeldebatte weitestgehend überflüssig. Warum? Weil wahrlich genug gute Gründe für eine qualifizierte Energiewende existieren. „Qualifizierte“ meint „hinreichend kompetent gemanagte“, was wiederum bedeutet durch echte und unabhängige Experten (nicht die allenthalben anzutreffenden Scheinexperten) zielführend konzipiert, geregelt und umgesetzt. Ziel ist nahezu 100% EE im Primärenergiebereich zum Wohle der Gesellschaft. „Echte Experten“ meint konkret z.B.: der VDE, das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme oder Volker Quaschning. Deren korrekten Konzepten steht leider die Praxis einer politisch und wirtschaftlich (Energieerzeugeroligopol) völlig vermurksten und unqualifizierten Energiewende gegenüber.

1.1 Gründe für die Abweichung vom erwartbaren Vorgehen

Üblicherweise würde am Stück zuerst das Konzept einer Energiewende hin zu 100% EE (Primärenergie) an sich und dann deren Vorteile vorgestellt. Dies würde hier entweder den Rahmen sprengen und/oder aufgrund der Länge kaum noch gelesen. Bei einer Zweiteilung wird von der erwartbaren Reihenfolge – Teil 1 Konzept, Teil 2 Vorteile – aus folgendem Grund abgewichen und selbige umgekehrt: Würde zuerst das Konzept vorgestellt, dann wäre dessen Zerredung durch Energiewende-Gegner bzw. EE-hater mit folgenden ausnahmslos substanzlosen Vorwürfen absehbar:

1.1.1 FUD gegen die Energiewende

Die Schlechtrednerei erschöpft sich hauptsächlich in folgenden Behauptungen: Die Energiewende

  • gefährde wahlweise die deutsche Industrie oder gleich den Wirtschaftsstandort Deutschland
  • würde die deutsche Wirtschaft ihrer Konkurrenzfähigkeit berauben oder sie abhängen bzw. ruinieren
  • führe wahlweise zur Deindustrialisierung Deutschlands oder „ins Nichts“ (HWS)
  • münde in unzumutbar/untragbar hohe finanzielle Belastungen der Gesellschaft [und/oder Unter-/Mittel-Schicht]

oder sei

  • wahlweise zu teuer oder gleich unbezahlbar
  • nicht machbar, wahlweise weil die Physik dies verunmögliche oder die Speicherproblematik unlösbar sei
  • nicht sinnvoll, weil sie konventionelle Reservekraftwerke in gleicher Höhe erfordere
  • nicht möglich, weil eine Verdoppelung der EE bei Eintragsspitzen bereits den [Strom-]Bedarf übersteige und damit Stromexporte zu negativen Preisen erzwinge

Was sich im Kern auf die drei Hauptvorwürfe „zu hohe Kosten“, „nicht machtbar/sinnvoll“ und „mache deutsche Wirtschaft kaputt“ eindampfen lässt. Was von diesen im Lichte der Wahrheit bzw. hinreichender Fachexpertise zu halten ist, klärt das folgende Kapitel. Das Konzept der in Teil 2 vorgestellten Energiewende geht jedoch weit über das hinaus, was sich aus den folgenden Darlegungen erahnen lässt.

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