Forscher wollen bis 2035 menschliche Genome künstlich nachbauen


Forscher können Genome von Bakterien heute schneller als je zuvor synthetisch erzeugen. Der nächste Schritt ist das menschliche Erbgut

Juliette Irmer | DERSTANDARD

Es war das Jahr 2010, als US-Forscher um den Gentechnikpionier Craig Venter weltweit für Schlagzeilen sorgten. Ihnen war gelungen, was bis dahin unmöglich geschienen hatte: Sie setzten das Erbgut eines Bakteriums aus rund einer Million künstlich hergestellten DNA-Bausteine neu zusammen.

Das nachgebaute Erbgut schleusten sie in eine Bakterienzelle ein, deren eigene DNA zuvor entfernt worden war. Die Zelle, Syn1.0. getauft, lebte und teilte sich auch unter der Regie der nachgebauten DNA-Kopie – ein Meilenstein der synthetischen Biologie.

Heute interessiert sich niemand mehr für den simplen Nachbau eines Bakterien-Genoms. Wissenschafter verändern oder erweitern den genetischen Code, sie entfernen unnötige Gene und andere DNA-Abschnitte und erschaffen so künstliche Genome.

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