Erzapostel Marx warnt vor Instrumentalisierung von Religionen


Entgegen aller Erwartungen sei Religion in der gegenwärtigen Gesellschaft neu sichtbar geworden – doch nicht immer auf positive Weise. Das betonte Kardinal Reinhard Marx bei einem Gottesdienst im Berliner Dom am Reformationstag, wo er auf Einladung der evangelischen Domgemeinde predigte.

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Ein neuer Fundamentalismus sowie die politische Instrumentalisierung von Religion, auch im Christentum, „muss uns aufrütteln, um den wahren Sinn von Religion zu erklären“, forderte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz.

Dabei gehe es weniger um die Frage nach der Kirche, sondern primär um die Frage nach Gott. Auch heute aktuell sei die alttestamentliche Forderung, den Namen Gottes nicht zu missbrauchen. „Wie oft ist die Versuchung da, sich Gott so zurechtzulegen wie wir es wollen, ganz nach unseren Interessen und unseren Ideologien“, so Kardinal Marx.

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