Theologin: Religion wird an Unis als Störung wahrgenommen


Hochschulgemeinden fühlen sich an deutschen Universitäten zunehmend ausgegrenzt. Es sei seit längerem zu spüren, „dass die Kirchen kein natürlicher Gesprächspartner für Hochschulleitungen mehr sind“.

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Das liege daran, „weil die Hochschulen religiös-weltanschaulich neutral sein wollen“, sagte die evangelische Bundesstudierendenpfarrerin Corinna Hirschberg in Hannover dem Evangelischen Pressedienst (epd). Es komme auch vor, dass Hochschulleitungen auf die Bitten von Hochschulpfarrern, sich vorstellen zu dürfen, nicht mehr reagierten. Die Evangelische Studierendengemeinde (ESG) ist an 120 Orten in Deutschland vertreten.

Die evangelische Pfarrerin Hirschberg nennt als wichtigsten Grund für die Einschränkung der Religionsausübung an Hochschulen die Angst vor religiösem Fundamentalismus. Eine entsprechende Einstufung trauten sich Hochschulleitungen allerdings meist nicht zu. „Daher schränken sie die Religionsausübung unter Berufung auf die religiöse Neutralität für alle Gruppen ein. Wir hören dann oft hinter vorgehaltener Hand: ‚Mit euch gerne, aber mit anderen nicht und deshalb mit niemandem.“

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