Die coole Verteidigerin des christlichen Abendlandes


Weil die Stadt Nürnberg Benigna Munsi zu ihrem Christkind gewählt hat, wurde die Tochter eines Inders und einer Deutschen aus der AfD angefeindet. Bei einem Auftritt mit dem Bürgermeister gibt sie ihren Gegnern eine gelassene Antwort.

Frédéric Schwilden | WELT

Benigna Munsi, 17, zittert vor Aufregung. Vor wenigen Tagen wurde sie zum wichtigsten Christkind der Welt, dem Nürnberger Christkind, gewählt.

Nun sitzt sie da auf einem in verschiedenen Schlammfarben karierten Stuhl in einem Saal des Nürnberger Rathauses und versucht, das Adrenalin wegzulächeln. Sie trägt eine blaue Bluse mit einem bunten Ethno-Blumen-Mix zu einer schwarzen Jeans und Sneakern von Vans. Sie ist eine Zukunftsverheißung von einem Christkind: das Blonde durchbrechend, kosmopolitischen Optimismus einer besseren Zukunft verheißend.

Rechts neben ihr sitzt Ulrich Maly, der SPD-Oberbürgermeister Nürnbergs, links neben ihr ihre Eltern: Teresia-Benedicta Kleiner-Munsi, auch in Blumen-Bluse, und Kausik Munsi, der rosafarbenes Hemd zu grauem V-Neck kombiniert. Neben der Lokalpresse sind auch WELT und andere überregionale Medien gekommen.

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