Rund 100 Tote am Grund des Bodensees vermutet


Vermisste können aus mehreren Gründen nur schwer aus dem Bodensee geborgen werden. Doch der See birgt noch mehr Geheimnisse: Auch der Zweite Weltkrieg hat Spuren hinterlassen.

Die Presse

Am Grund des Bodensees liegen vermutlich rund 100 Tote. Sie sind beim Baden verunglückt, mit dem Boot gekentert oder in ein Unwetter geraten – und buchstäblich nie wieder aufgetaucht. Die deutsche Polizei führt seit 1947 gemeinsam mit Beamten aus Österreich und der Schweiz eine entsprechende Übersichtsliste, wie der Leiter der Wasserschutzpolizeistation Friedrichshafen, Michael Behrendt, sagt.

2015 feierten Archäologen einen Sensationsfund. APA/dpa

Es gehe vor allem darum, dass die Beamten schnell ablesen könnten, wer seit wann, wo und unter welchen Umständen auf dem Bodensee vermisst wird. Aber warum ist es so schwer, Vermisste aus dem Bodensee zu bergen? „Das hängt jeweils von den Umständen des Einzelfalles ab“, sagt Behrendt. Wenn klar sei, wo der Unfall geschehen ist, und die Suche etwa mit Tauchern sofort losgehen könne, sei die Chance sehr groß, die vermisste Person zu finden. „In aller Regel ist dies auch der Fall.“

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