Rudolf Steiner, Waldorf-Pädagogik und Anthroposophie:„Da steckt massiv Religion drin“


Seit 100 Jahren gibt es die Waldorfschulen. Sie sind die bekannteste Hinterlassenschaft des Anthroposophen Rudolf Steiner. Und das ist kein Zufall: Erziehung und Religion waren für Steiner eng miteinander verbunden. Deshalb gründete er neben den Schulen auch eine Religionsgemeinschaft.

Monika Dittrich | Deutschlandfunk

Kindergesang: „Der Sonne liebes Licht / Es hellet mir den Tag / Der Seele Geistesmacht / Sie gibt den Gliedern Kraft…“

 „Und ist es nicht schließlich eine höchste heilige, religiöse Verpflichtung, das Göttlich-Geistige, das ja in jedem Menschen, der geboren wird, neu erscheint und sich offenbart, in der Erziehung zu pflegen?“ (Rudolf Steiner)

Kindergesang: „Im Sonnen-Lichtes-Glanz / Verehre ich, o Gott / Die Menschenkraft, die Du / In meine Seele mir / So gütig hast gepflanzt“

„Ist dieser Erziehungsdienst nicht religiöser Kult im höchsten Sinne des Wortes?“ (Rudolf Steiner) 

Kindergesang: „Dass ich kann arbeitsam / Und lernbegierig sein / Von Dir stammt Licht und Kraft / Zu Dir ström‘ Lieb‘ und Dank.“

„Kaum jemand weiß, was Anthroposophie ist“

Die Waldorfschule ist die wohl erfolgreichste Hinterlassenschaft von Rudolf Steiner. Gegründet 1919, für die Arbeiterkinder der Zigarettenfabrik Waldorf-Astoria in Stuttgart. Eine damals neuartige Schule für Jungen und Mädchen, ohne Noten und Lehrbücher, aber mit Gartenarbeit, Theaterspiel und dem sogenannten Eurythmie-Unterricht, in dem Kinder auch lernen, ihren Namen zu tanzen. Heute gibt es weltweit mehr als 1.100 Waldorfschulen, 245 davon in Deutschland.

weiterlesen