Neandertaler: Am Ende krank?


Sie trafen sich und mischten sich sogar – doch am Ende ersetzte der moderne Mensch die Neandertaler komplett. Warum? Nun sprechen sich Forscher erneut für das Szenario aus, demzufolge Krankheiten des modernen Menschen zum Niedergang der Neandertaler beigetragen haben. Sie beschreiben ein komplexes Krankheitsübertragungsmuster, das eine bisherige Ungereimtheit erklären könnte: Warum es zu Beginn des Kontakts zwischen den beiden Arten eine auffällige Verzögerung beim Aussterben unseres archaischen Cousins gegeben hat.

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Dem Modell der Forscher zufolge bildete sich beim Aufeinandertreffen der beiden Menschenformen zunächst eine Krankheitsbarriere, die der moderne Mensch (rosa) schließlich durchbrechen konnte. (Bild: Vivian Chen Wong)

Sie hatten sich über viele Jahrtausende hinweg getrennt voneinander entwickelt: Das Reich des Neandertalers erstreckte sich über Teile Europas und Asiens während der moderne Mensch zunächst nur in Afrika beheimatet war. Doch irgendwann breitete sich unsere Spezies über ihren Heimatkontinent aus und so standen sich die beiden menschlichen Wesen eines Tages vor etwa 130.000 Jahren gegenüber: Wie Funde nahelegen, fand dieser Kontakt im östlichen Mittelmeerraum statt – in der Levante.

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