Rätsel um die schlimmen Leiden des Jean Paul Marat womöglich gelöst


226 Jahre nach der Ermordung des Revolutionärs haben spanische Genetiker neue Erkenntnisse über dessen tückische Hautkrankheiten gewonnen

Klaus Taschwer | DERSTANDARD

Jean Paul Marat (1743–1793) gilt als einer der radikalsten Protagonisten der Französischen Revolution. In seinem Brotberuf war er eigentlich Arzt, zudem veröffentlichte er mehrere naturwissenschaftliche Bücher. In die Weltgeschichte ging er aber vor allem als „Märtyrer der Revolution“ ein, denn am 13. Juli 1793 ermordete ihn Charlotte Corday, die kurz danach selbst hingerichtet wurde und ihrerseits zur Heldin der Konterrevolution wurde.

Ein Revolutionsklassiker: Jacques-Louis Davids Gemälde des ermordeten Marat in der Badewanne. Das Schicksal des Gemäldes, das heute im Königlichen Kunstmuseum in Brüssel hängt, wäre selbst eine eigene Geschichte wert.gemeinfrei

Warum sich Marat bei seiner Ermordung ausgerechnet in einer Badewanne aufhielt, noch dazu ausgestattet mit Papier und Schreibzeug, lag daran, dass er an einer tückischen Hautkrankheit litt, die sich vor allem durch schrecklichen Juckreiz und schmerzhafte Geschwüre bemerkbar machte.

Wegen einer Verschlimmerung seines Leidens nahm er in den letzten Wochen seines Lebens kaum noch an den Parlamentssitzungen teil, blieb aber publizistisch aktiv. In seiner Zeitschrift „L’Ami du Peuple“ („Der Freund des Volkes“) rief er immer wieder zur Wachsamkeit gegenüber Verrätern, Verschwörern und so genannten Volksfeinden auf. Ihm selbst verschafften in diesen letzten Wochen einzig Bäder in kaltem Wasser eine gewisse Linderung.

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