Türkei will ab Montag erste IS-Extremisten zurückschicken


Die Türkei sei „kein Hotel“ für ausländische Extremisten, hatte Ankara wissen lassen. Schon am Montag könnte der erste Deutsche Gewalttäter zurückkehren.

Susanne Güsten | DER TAGESSPIEGEL

Ein deutscher Gewalttäter des Islamischen Staates könnte schon an diesem Montag in die Bundesrepublik zurückkehren. Der Deutsch-Chinese Benjamin Xu, der vor fünf Jahren am ersten Mordanschlag des IS in der Türkei beteiligt war, sitzt in einem türkischen Gefängnis eine lebenslange Haftstrafe ab, doch die Regierung von Recep Tayyip in Ankara will ihn loswerden. Xu soll deshalb in ein Flugzeug nach Deutschland gesetzt werden.

Der Mann ist einer von mehr als 1000 ausländischen IS-Kämpfern und Familienangehörigen, darunter 20 Deutsche, mindestens drei Österreicher und ein Schweizer, die in Gefängnissen in der Türkei und in türkisch kontrollierten Teilen von Syrien sitzen. Die Abschiebungen sollen an diesem Montag beginnen.

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