USA: Militär, Grenzschutz und Polizei bauen riesiges Biometrie-Überwachungsnetz

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Neben dem Department of Homeland Security baut auch das Pentagon eine Biometriedatenbank auf, in der bereits 7,4 Millionen Identitäten gespeichert sind.

Stefan Krempl | heise online

Das US-Militär hat automatisierte biometrische Erkennungsformen als neue Waffe entdeckt. Es sammelt daher – wo immer etwa im Rahmen von Operationen möglich – Gesichtsbilder, Iris-Aufnahmen, Fingerabdrücke und DNA-Daten von Freund und Feind. Die Körpermerkmale und ihr Abgleich mit Fahndungsdatenbanken oder Listen mit bekannten terroristischen Gefährdern sollen helfen, Gegner zu erkennen, den „Nebel des Kriegs“ auf Schlachtfeldern zu lüften und Anschläge zu verhindern. Die Gefahr des Missbrauchs für andere Überwachungszwecke ist aber hoch.

„Indem wir unseren Gegnern die Anonymität verweigern, können wir unsere letale Kampfkraft steigern“, schreibt der leitende Pentagon-Mitarbeiter Glenn Krizay laut Aufzeichnungen, die das neue Online-Magazin OneZero auf Basis von Anfragen nach dem US-Informationsfreiheitsgesetz erhalten hat. „Das ist genauso, wie wenn wir die Tarnung von einem Munitionslager des Feindes reißen.“

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