«Bedauerlich und nicht gewollt»: Scientology relativiert Kritik am Judenvergleich in St.Gallen


Die Scientology zeigte am Samstag während der Standaktion in der St.Galler Altstadt ein geschmackloses Schild. Jetzt wehrt sich die Sekte.

David Gadze | TAGBLATT.ch

Der Konflikt zwischen der Scientology und der Gegenbewegung «Freie Anti-SC-Aktivisten» (Fasa) hat am Wochenende einen neuen Höhepunkt erreicht: Ein Mitarbeiter der Scientology, die am Samstag in der Neugasse in St.Gallen einen Stand hatte, hielt ein Schild mit der Aufschrift «Achtung!!! Kauft nicht bei Juden – Version 2019?» in die Höhe. Damit spielte er auf den Aufruf der Nationalsozialisten in den 1930er-Jahren an, jüdische Läden zu boykottieren. Und zog damit eine Parallele zur Gegenaktion der beiden Fasa-Köpfe Yolanda Sandoval Künzi und Beat Künzi. Sie warnen überall in der Schweiz bei Standaktionen der Scientology Passanten vor der Sekte, die sich selbst als Glaubensgemeinschaft bezeichnet.

Am Samstag taten sie das mit Schildern, auf denen «Scientology zerstört Familien und Menschen» und «Achtung vor Dianetik = Scientology-Sekte» zu lesen war.

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