Gegen „Blut und Boden“- Naturfreunde und BUND: „Wir müssen uns von der AfD abgrenzen“

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Die Menschheit muss die Umwelt schützen. Gleichzeitig müssen sich Naturverbände von der AfD abgrenzen. Denn mit Blut und Boden hat das nichts zu tun. Der Gastbeitrag.

Michael Müller, Hubert Weiger | Frankfurter Rundschau

Alexander Gauland, der Vorsitzende der AfD, nennt neben der Kritik an dem Euro und der Zuwanderung den „Irrsinn der Klimaschutzpolitik“ das dritte große Thema seiner Partei. Die alte und neue Rechte will den Naturschutz, der seine Wurzeln im konservativen Denken hätte, „zurückerobern“.

Die Gleichung der AfD heißt: Naturschutz ist Heimatschutz und Heimatschutz ist Volksschutz. Und immer wieder dieselbe Einordnung ihrer Behauptung in eine nationalistische Ideologie: Die Partei lehne die Massenmigration ab, weil mit der Vermischung von Kulturen auch die Gefahr der Naturzerstörung verbunden sei.

BUND und Naturfreunde wollen sich von AfD abgrenzen

In den letzten fünf Jahrzehnten hätten aber „Emanzipationsideologen“, wie Gauland Umweltschützer nennt, den Naturschutz okkupiert und für ihre realitätsferne Politik missbraucht. In „fundamentalistischer Anmaßung“ glaube die Linke, mit dem Klimathema ein „ultimatives Mandat“ zu haben, das der AfD-Vorsitzende als „mächtigste Ersatzreligion“ abtut.

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