The Tomb: Dieses nukleare Grab im Pazifik droht gerade auszulaufen


Auf den Marshallinseln wurden im Kalten Krieg mehr als 60 Atombomben getestet. Die radioaktiv verseuchte Erde wurde in ein Loch geschüttet und mit einer Betonkuppel versiegelt. Nun droht «The Tomb» jedoch auszulaufen.

Dennis Frasch | Luzerner Zeitung

Die Bewohner nennen das Atom-Ufo «The Tomb». (Bild: U.S. Department of Energy)

Wo befindet sich eigentlich das am stärksten verstrahlte Gebiet der Welt? Fukushima? Tschernobyl?

Falsch. Es ist eine kleine Insel namens Runit auf den Marshallinseln. Forschende der US-amerikanischen Columbia University untersuchten das Gebiet für eine Studie und kamen zum Schluss, dass gewisse Strahlenwerte auf Runit bis zu 1000 Mal höher waren als in Tschernobyl.

Dies ist auch nicht weiter verwunderlich: Während dem Kalten Krieg haben die USA auf den Eilanden der Marshallinseln, die ungefähr halbwegs zwischen Australien und Hawaii liegen, 67 Atomwaffentests durchgeführt. Dabei wurden teilweise ganze Inseln vaporisiert.

Die Tests fanden auf zwei Atollen statt: Dem Bikini-Atoll und dem Eniwetok-Atoll.

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