Sind konservative Bewegungen anfälliger für systemischen Missbrauch?

Bild: Verteidiger des Glaubens. Screenshot bb

Der Film „Verteidiger des Glaubens“ ist heftig kritisiert worden. Dabei zeige er, wie anfällig konservative Bewegungen für Systeme des Missbrauchs sind, kommentiert Christoph Strack – und beruft sich dabei auf ein Mitglied des Kardinalskollegiums.

Christoph Strack | katholisch.de

Das war ziemlich einmütig: Der Film „Verteidiger des Glaubens“ von Filmemacher Christoph Röhl ist kirchlicherseits offiziell auf breite Kritik gestoßen. Einzelne Bischöfe, die Deutsche Bischofskonferenz, der Wiener Kardinal Christoph Schönborn… In den letzten Tagen vor dem Filmstart folgte eine Stimme der anderen.

Und nun, keine zwei Wochen später, hat sich Schönborn in einer Vorlesung an der Universität Wien zum Thema „Missbrauch in der Kirche“ und damit zu einem Aspekt geäußert, der in dem Film einen Schwerpunkt bildet. Der 74-Jährige ist übrigens jemand, der auch auf Twitter unterwegs ist und dort mehr verbreitet als Wetter-Sprüche oder Grußadressen. Im aktuellen Fall lieferte er per Tweet ein einzelnes Zitat samt Link, der zum längeren Text führt: „Es ist erschütternd, dass so viele der neuen geistlichen Bewegungen Gründer haben, die sich mit der Zeit als Missbrauchstäter erwiesen haben.“

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