Atheismus in der Türkei: Ein neuer Säkularismus von unten


Die Zahl junger Menschen, die Religion ablehnen, wächst in der Türkei. Ein Grund dafür ist laut einem Forschungsprojekt die Ernüchterung über die Politik der AKP.

Oliver Kontny | taz

Die eklatante Ungleichheit der Geschlechter im sunnitischen Islam führt bei einer wachsenden Anzahl jüngerer Menschen in der Türkei zu einer Ablehnung der Religion. Diese These formulierte zumindest der Marburger Islamwissenschaftler Pierre Hecker im Rahmen einer Konferenz zu „Rechten und Gleichheit in der zeitgenössischen Türkei“ an der Humboldt-Universität Berlin. 29 von 30 Personen, mit denen er im Rahmen eines Forschungsprojekts qualitative Interviews führte, gaben Geschlechterungleichheit als Grund dafür an, warum sie ihren Glauben verloren haben.

Das interdisziplinäre Programm „Blickwechsel – Studien zur zeitgenössischen Türkei“ präsentierte von Mittwoch bis Freitag auf seiner Abschlusskonferenz die Ergebnisse von fünf Forschungsprojekten. Eines davon beschäftigte sich mit dem neuen Unglauben in der türkischen Gesellschaft und den kulturpolitischen Kämpfen um den Atheismus-Diskurs.

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