Hunderte Schwachstellen der Malaria identifiziert


Wer einen Feind schlagen will, sollte wissen, wo man ihn am empfindlichsten treffen kann. Diesem Motto folgend haben Forscher nun zahlreiche Schwachstellen des Malaria-Erregers durch raffinierte Gentech-Methoden identifiziert. Die bahnbrechenden Ergebnisse könnten zur Entwicklung von neuen Medikamente führen, die auf diese Schwachstellen abzielen. Vor allem zeichnen sich nun Angriffsmöglichkeiten im Leberstadium der Entwicklung der Erreger ab. Gegen entsprechende Medikamente könnten die Parasiten weniger Resistenzen ausbilden als bei den Behandlungsansätzen im Blutstadium, sagen die Wissenschaftler.

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Durch gezieltes Ausschalten von Genen im Malaria-Erreger -hier in rot, Wirtszellen in grün- konnten Forscher Schwachstellen des Parasiten identifizieren. (Bild: Institut für Zellbiologie, Universität Bern)

Ein kleiner Mückenstich kann bekanntlich fatale Folgen haben: Jährlich infizieren sich Millionen von Menschen weltweit mit Malaria. Auch Urlauber können sich aus betroffenen Regionen ein Mitbringsel der üblen Art mit nach Hause nehmen. Trotz großer Fortschritte bei der Behandlung der Infektionen ist diese Krankheit noch lange nicht besiegt. Weltweit sterben immer noch mehr als 400.000 Menschen an Malaria. Ein Problem ist dabei, dass die verschiedenen Arten von Plasmodium-Parasiten Resistenzen gegen gängige Medikamente hervorbringen können, die dadurch ihre Wirkung verlieren. Die Entwicklung neuer Behandlungsformen, die dieses Risiko einschränken, sind deshalb besonders gefragt.

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