Schweiz: Studie identifiziert die meisten Massenmorde als Familientragödien


Die meisten Massenmorde in der Schweiz – definiert als Tötungsdelikte mit mindestens drei Opfern neben dem Täter – sind die Folge von Familientragödien und werden vornehmlich von verheirateten Schweizer Männern begangen. Das ist das Resultat einer Studie der Psychiatrie Baselland, die 33 derartige Fälle untersucht hat.

Neue Zürcher Zeitung

Die Studie wurde vom abtretenden Leiter der Fachstelle Forensik der Psychiatrie Baselland, Andreas Frei, initiiert und an einer Fachtagung in Liestal präsentiert. Zusammen mit einer Psychologin hat er die Hintergründe von 33 Massenmorden, die zwischen 1972 und 2015 in der Schweiz begangen wurden, untersucht, wie die Psychiatrie Baselland am Freitag mitteilte.

Als Massenmord gilt ein Tötungsdelikt, das neben dem Täter mindestens drei Todesopfer fordert.

Über die Hälfte der analysierten Massenmorde, nämlich 18 von 33, waren die Folge von Familientragödien. In den allermeisten Fällen nahm sich der Täter nach den Morden selber das Leben. Der Anteil an Familientragödien als Hintergrund sei im internationalen Vergleich sehr hoch, heisst es in der Medienmitteilung. In den USA gingen nur 14 Prozent der Massenmorde darauf zurück.

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