Der Islam gehört zu Deutschland, gehört nicht zu Deutschland, gehört zu …


Horst Seehofer will Moscheen in Deutschland mit sieben Millionen Euro fördern. Ziel sei die Stärkung des „Zusammenhalts“, sagt der Innenminister. Hoffentlich spielt er nicht den konservativen muslimischen Verbänden in die Hände.

Ricarda Breyton | WELT

Der Satz klang sehr bestimmt. Kurz nach der Regierungsbildung im März 2018 erklärte der frisch ernannte Innenminister Horst Seehofer (CSU), dass zwar Muslime hierzulande beheimatet seien, nicht aber deren Religion. „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“, sagte er in einem Interview. Nun, anderthalb Jahre später, hat er seine Meinung offenbar revidiert.

Am Freitag stellte Seehofer ein neues Förderprogramm für Moscheen vor. Bis zu 50 muslimische Gotteshäuser sollen in den kommenden drei Jahren Geld vom Staat erhalten, um die gesellschaftliche Verankerung islamischer Gemeinden in Deutschland zu fördern. Sieben Millionen sind eingeplant, um etwa Nachbarschaftsaktivitäten, Öffentlichkeitsarbeit oder Projektmanagement zu unterstützen. Ziel sei die Stärkung des „Zusammenhalts“, sagte Seehofer.

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