Die Frau, die IS-Rückkehrer umdrehen will


Die Türkei schickt erneut IS-Anhänger zurück nach Deutschland. Claudia Dantschke hat Kontakt zu islamistischen Rückkehrerinnen – und warnt vor vorschnellen Urteilen.

Jan Petter | DER TAGESSPIEGEL

Claudia Dantschke betreut seit Jahren Familien von IS-Angehörigen.Foto: Doris Spiekermann-Klaas

Es waren nur kurze Sprachnachrichten, die Heida R. aus Syrien verschickte, doch für ihre Eltern bedeutete jedes Lebenszeichen vermutlich viel. Zwei Jahre lang saß die 27-jährige Deutsche im kurdischen Gefangenenlager Ain Issa. Vor wenigen Wochen eroberte die Türkei das Gebiet im Norden Syriens.

Innerhalb weniger Tage verloren die Kurden die Kontrolle über Hunderte gefangener Islamisten. Heida R. floh mit anderen IS-Frauen in Richtung der türkischen Grenze und wurde kurz davor erneut festgenommen. In den vergangenen Wochen saß sie in der Türkei in Gewahrsam, am Freitag wurde sie mit dem Flugzeug nach Deutschland abgeschoben. Die beiden Frauen landeten um 21:34 mit einer türkischen Linienmaschine in Frankfurt, wie ein Sprecher des Bundespolizei bestätigte. Beatme der Bundeskriminalamtes begleiteten sie dabei.

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