Morde, Brandstiftung: Okkulte Gruppe vor Gericht


Mord, Brandstiftung, Betrug, dazu Esoterik, Engel und Erbschleicherei: Die Anklage gegen die Kärntnerin Margit T. (48), Barbara H. (44) und eine 62-jährige Mitläuferin liest sich wie ein Krimi, der ab 19. November beim Prozess am Klagenfurter Landesgericht aufgelöst werden muss. Selten zuvor gab es in der heimischen Justizgeschichte so horrende Vorwürfe gegen weibliche Täterinnen.

Kerstin Wassermann | Kronen Zeitung

T. wird von der Staatsanwaltschaft als Chefin eines okkulten Zirkels eingeordnet, die jahrelang gutgläubigen Opfern das Geld aus der Tasche gezogen haben soll. Dafür wurde sie bereits verurteilt, saß auch in Haft. Doch T. machte weiter, wurde immer geldgieriger und dreister.

Sie gaukelte ihren Jüngern vor, Befehle „von oben“ zu erhalten – von Gott, Engeln, höheren Mächten. „Dann sprach sie mit ganz fremder Stimme und hatte einen starren Blick“, schildern Zeugen ehrfürchtig. Auch Handynachrichten mit Befehlen, Geld in eine „göttliche Eckbank“ zu legen, trudelten „von oben“ ein.

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