Öko und antisemitisch: Fans der „Anastasia“-Bewegung gibt es auch in Freiburg


Sie wirken wie Hippies, aber haben völkische und verschwörungstheoretische Ansichten. Bei einem Vortrag des Demokratiezentrum wurde über die aus Russland stammende Gruppe informiert.

Anja Bochtler | Badische Zeitung

Beinahe hätte im Mai ein Gründungstreffen für eine „Anastasia“-Gruppe im Haslacher Stadtteiltreff stattgefunden – weil Kritiker den Stadtteiltreff über die Hintergründe der antisemitisch-verschwörungstheoretisch geltenden „Anastasia“-Bewegung informierten, wurde es abgesagt. Was steckt hinter der Bewegung, die sich auf die zehn „Anastasia“-Bände des russischen Autors Wladmir Megre bezieht? Darüber sprach Marius Hellwig von der Berliner Amadeu-Antonio-Stiftung auf Einladung des Demokratiezentrums Freiburg an der Hebelschule.

In Deutschland gibt es 17 „Landsitze“ von Mitgliedern – drei davon in Baden-Württemberg
Auf den ersten Blick könnten sie wirken wie linke Öko-Kommunen: Auf den „Landsitzen“ der Anastasia-Bewegung leben Familien zusammen und bauen auf jeweils einem Hektar zur Selbstversorgung Bio-Gemüse an. In Russland, wo die Bücher von Wladmir Megre zwischen 1996 und 2010 zuerst erschienen, sind sie am meisten verbreitet. Doch auch in Deutschland gebe es derzeit 17 „Landsitze“, drei davon in Baden-Württemberg, zwei in den Landkreisen Lörrach und Waldshut, berichtet Marius Hellwig.

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