Viel Gewalt in einstigen Internaten des Bistums Würzburg


Es war kein sexueller Missbrauch, und doch körperliche Gewalt – und zwar hundertfach: Im Bistum Würzburg wurden Vorfälle in drei früheren katholischen Jungen-Internaten untersucht. Jetzt gibt es die Ergebnisse.

katholisch.de

Im archivierten Aktenbestand der drei früheren katholischen Jungen-Internate des Bistums Würzburg finden sich keine Hinweise auf weitere Fälle sexuellen Missbrauchs. Es gebe aber zahlreiche Fälle körperlicher Gewalt, sagte Christian Stadler von der mit der Prüfung beauftragten Rechtsanwaltskanzlei Cornea Franz am Dienstag in Würzburg. In den drei „Kilianeen“ in Würzburg (Betrieb: 1872-1998), Miltenberg (1927-1983) und Bad Königshofen (1964-1995) habe es 67 Anzeichen für Personal-Gewalt gegen Schüler gegeben. Als Täter seien in 23 Fällen Kleriker verdächtig, in sechs Laien. In 24 Fällen sei keine konkrete Person zu bestimmen gewesen.

Nicht erfasst sind in der Untersuchung laut Generalvikar Thomas Keßler zwei Fälle sexuellen Missbrauchs in den Kilianeen. Sie stünden nicht in den Akten, sondern seien in der Vergangenheit von den Betroffenen mitgeteilt worden. Beide Fälle seien der Staatsanwaltschaft gemeldet und eingestellt worden. Es habe auch kirchenrechtliche Schritte gegeben. Die Betroffenen hätten zudem eine finanzielle Anerkennung erlittenen Leides bekommen.

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