Wenn eine Gehirnhälfte fehlt


Der Verlust einer kompletten Hirnhälfte kann schwerwiegende Folgen für die kognitiven Fähigkeiten haben. Doch mitunter stellt sich ein faszinierendes Phänomen ein: Das Denkorgan kompensiert den Verlust, sodass Betroffene weiterhin normal denken und sprechen können. Ein Geheimnis dahinter haben Forscher nun gelüftet. Ihr Blick ins Hirn von Menschen mit nur einer Gehirnhemisphäre enthüllt: Bei diesen Personen bilden sich in der verbleibenden Gehirnhälfte ungewöhnlich starke Verknüpfungen zwischen unterschiedlichen Hirn-Netzwerken aus. Womöglich ist es diese funktionelle Anpassungserscheinung, die die Funktionsfähigkeit des Denkorgans weitestgehend bewahrt.

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Kein Neuron in unserem Gehirn arbeitet für sich alleine. Stattdessen ist das Denkorgan in Netzwerken organisiert. Bestimmte Hirnregionen werden bei der Bewältigung gewisser Aufgaben und auch im Ruhezustand gemeinsam aktiv – sie sind miteinander verknüpft. Forscher sind sich inzwischen einig, dass diese funktionellen Verbindungen entscheidend für unsere kognitiven Fähigkeiten, unsere Emotionen und unser Verhalten sind. Vom Default-Mode-Netzwerk bis hin zum Aufmerksamkeitsnetzwerk: „Im Prinzip sind es eine Handvoll von Hirn-Netzwerken, die all unserer Kognition zugrunde liegen“, erklären Dorit Kliemann vom California Institute of Technology in Pasadena und ihre Kollegen.

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