Gründer von „Extinction Rebellion“: Holocaust für Hallam „nur ein weiterer Scheiß in der Geschichte“

Bild von Pete Linforth auf Pixabay

Roger Hallam, Gesicht von der Klimaschutzgruppe „Extinction Rebellion“, hat in einem Interview den Holocaust verharmlost. Außenminister Maas reagierte empört.

Julia Bernewasser | DER TAGESSPIEGEL

Roger Hallam, Mitgründer und Gesicht der Klimaschutzgruppe „Extinction Rebellion“, hat im Interview mit der Wochenzeitung „Die Zeit“ den Holocaust als „nur einen weiteren Scheiß in der Menschheitsgeschichte“ bezeichnet. „Tatsache ist, dass in unserer Geschichte Millionen von Menschen unter schlimmen Umständen regelmäßig umgebracht worden sind“, sagte Hallam. Als Beispiel nennt er den Völkermord im Kongo: „Die Belgier sind im späten 19. Jahrhundert in den Kongo und haben ihn dezimiert.“

„Extinction Rebellion Deutschland“ distanziert sich von Hallam

Die Haltung der Deutschen zu diesem Völkermord bezeichnete er im Gespräch mit der Zeitung als schädlich. Es handele sich dabei um ein „fast normales Ereignis“. Den Holocaust für einzigartig zu halten, tue Deutschland nicht gut. „Das Ausmaß dieses Traumas kann lähmen“, warnte der 53-jährige Brite. „Extinction Rebellion“ ist in Großbritannien entstanden und macht mit Protestaktionen für den Klimaschutz inzwischen in vielen Ländern auf sich aufmerksam.

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