Waldorf, Weleda, Demeter und Co: Die mit ihrem Namen tanzen


Masernpartys und Wiedergeburt – was sind die Anthroposophen für welche? Ein neues Buch widmet sich dem Phänomen kritisch-differenziert.

Ambros Waibel | taz

Mein ältester Sohn wurde in einer weltanschaulich gebundenen Klinik geboren. Das hatte den ganz praktischen Grund, dass er sich trotz zahlreicher Bemühungen seiner Eltern weigerte, der Angelegenheit da draußen anders erstzubegegnen als mit dem Hintern voraus. In der weltanschaulich gebundenen Klinik fanden wir nach einer Odyssee durch Staats- beziehungsweise privatisierte Krankenhäuser einen Arzt, der noch die nötigen Handgriffe draufhatte, um unser Kind ohne Kaiserschnitt auf die Welt zu bringen.

Und ob nun dieser Geburtshelfer sowie die sehr kompetenten Hebammen und Pflegekräfte sozusagen nebenbei allerlei problematische und einer wissenschaftlichen Kritik nicht standhaltende Dinge glaubten – das war uns in dieser Zeit auf’s Äußerste egal: Genauso egal wie die Möglichkeit, dass die dort tätigen Menschen nur deswegen so in sich ruhten, eben gerade weil sie an den Heiligen Geist und die unbefleckte Empfängnis glaubten und obwohl sie für eine Institution, die katholische Kirche, arbeiteten, deren Irrtümer und Verbrechen so zahlreich sind, dass diese ganze Zeitung nicht hinreichen würde, um sie aufzuzählen.

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