Internes Konzept des Innenministeriums: Abschiebekampagne zielte nicht nur auf Asylbewerber


Mit einer umstrittenen Plakatkampagne wollte das Innenministerium vorgeblich Asylbewerber dazu bewegen, Deutschland zu verlassen. Das jetzt vorliegende interne Konzept zur Kampagne, zeigt aber: Die Zielgruppe waren nicht nur Ausländer.

MiGAZIN

Die umstrittene Plakataktion des Bundesinnenministeriums © MiG

Gibt es unter Berliner Behördenmitarbeitern besonders viele ausreisepflichtige Ausländer? Wohl kaum. Dennoch standen die Beamten im Fokus der Abschiebekampagne „Dein Land. Deine Zukunft. Jetzt!“ von Innenminister Horst Seehofer, die im vergangenen Jahr öffentlich stark diskutiert und kritisiert wurde.

Das interne Konzept zur Plakatierung, das nach einer Anfrage vorliegt, zeigt jetzt: Offenbar zielte die Kampagne nicht alleine, wie vorher vom Innenministerium behauptet, auf ausreisepflichtige Personen ab. Die Plakate der Kampagne wurden gezielt in der Nähe von Bundesministerien in Berlin platziert.

Laut Konzept bot die vom Innenministerium beauftragte Werbeagentur Jost von Brandis dem Ministerium in der Planungsphase der Kampagne verschiedene mögliche Standorte für die Plakate an. Darunter auch der „Politikeransatz“, der „als besonders wichtig eingestuft“ wurde und der, wie eine interne Nachricht des Ministerium zeigt, letztlich auch gebucht wurde.

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