Maas gegen einseitigen Abzug der Atomwaffen aus Deutschland


Bei seinem Besuch in der japanischen Stadt Hiroshima hat sich der deutsche Aussenminister Heiko Maas für eine nukleare Abrüstung eingesetzt. Gleichzeitig sprach er sich gegen einen einseitigen Abzug der Atomwaffen aus Deutschland aus.

Neue Zürcher Zeitung

Der deutsche Aussenminister Heiko Maas kommt in Hiroshima an. Dort legte er einen Kranz für die Opfer des ersten Atombombenabwurfs nieder. ( Bild: Felix Zahn / Imago)

Der deutsche Aussenminister Heiko Maas hat sich bei einem Besuch im japanischen Hiroshima für eine nukleare Abrüstung eingesetzt, sich gleichzeitig aber gegen einen einseitigen Abzug der Atomwaffen aus Deutschland ausgesprochen. «Es nutzt nichts, wenn Atomwaffen von einem Land in das andere verschoben werden. Wenn sie verschwinden sollen, dann sollen sie überall verschwinden», sagte der SPD- Politiker zu entsprechenden Forderungen auch aus seiner eigenen Partei. Maas legte in Hiroshima einen Kranz für die Zehntausende von Opfern des ersten Atombombenabwurfs vor 74 Jahren nieder. In das Gedenkbuch des Friedensmuseums von Hiroshima schrieb er: «Die Erinnerung an das Leid der Menschen in Hiroshima und Nagasaki darf nie verblassen. Wir haben eine gemeinsame Verantwortung dafür, dass sich solches Leid niemals wiederholt! Für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen!»

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