Sepsis – eine Krankheit, so chaotisch wie das Wetter


Wenige Störungen sind so schwierig zu behandeln wie die schwere «Blutvergiftung». Statt auf neue Therapien zu hoffen, sollten etablierte Behandlungsstandards rigoroser umgesetzt werden – auch in der Schweiz.

Alan Niederer | Neue Zürcher Zeitung

Es ist der Horror aller Eltern: Das eigene Kind erkrankt und stirbt nach wenigen Tagen. Besonders tragisch ist es, wenn der Tod hätte verhindert werden können. Das ist gar nicht so selten – und meist liegt dem fulminanten Krankheitsverlauf eine Sepsis zugrunde, eine schwere Infektion, die im Volksmund auch Blutvergiftung genannt wird.

Nach Schätzungen sterben weltweit jedes Jahr über eine Million Kinder daran. Und eines von drei Kindern, die eine Sepsis überleben, leidet an Langzeitfolgen, etwa einer amputierten Gliedmasse oder einer zerebralen Beeinträchtigung. Selbst in reichen Ländern wie der Schweiz gehört die Sepsis, die neben Kindern auch häufig ältere Menschen dahinrafft, zu den wichtigsten «Killern». Um das zu ändern, hat die Weltgesundheitsorganisation vor zwei Jahren eine Resolution verabschiedet. Damit ist die unheimliche Krankheit, die schon Hippokrates kannte und deren Namen «Fäulnis» bedeutet, zu einer globalen Gesundheitspriorität geworden.

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