Diplomatie und Wissenschaft: Vertrauen als Gegenmittel zu Fake-News

Bild von Willi Heidelbach auf Pixabay

Ein EU-Forschungsprojekt untersucht, wie Wissenschaft und Diplomatie einander bei Epidemien positiv beeinflussen

Katharina Kropshofer | DERSTANDARD

Das Ebola-Virus hätte man 2014 wohl besser bekämpfen können, wenn wissenschaftliche Arbeiten zugänglich gewesen wären. Foto: Getty Images / Universal Images Group / BSIP

Es hätte alles ganz anders laufen können: Als die Infektionskrankheit Ebola 2014 in großen Teilen Westafrikas ausbrach, kamen viele Interventionen zu spät für mehr als zehntausend Menschen. Dabei war schon 1982 ein Paper erschienen, das nicht nur vor dem Ausbruch gewarnt, sondern auch geeignete Gegenmaßnahmen vorgeschlagen hatte.

Einziges Problem: Das Paper war im kostenpflichtigen Journal Annals of Virology erschienen und somit für viele nicht zugänglich. „Es gibt sehr viel Wissen, das hinter Schranken versteckt wird. Dabei ist es in Notfallsituationen lebensnotwendig, dass alle verfügbaren Arten von Wissen umgehend zugänglich werden“, sagt Katja Mayer.

Sie forscht am Zentrum für soziale Innovation ZSI im Rahmen des Projekts S4D4C zu Open Science, also der Idee, dass wissenschaftliche Informationen für alle frei zugänglich sein sollten.

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